Stimmprobleme  - wie kann ich vorbeugen und was hilft bei starker Beanspruchung?


Sie haben viel mit Menschen zu tun und müssen Ihre Stimme jeden Tag bestmöglich einsetzen. Oft ermüdet ihre Stimme nach längerem Sprechen, fühlt sich "kratzig" und "unwohl" an?  Das hat Gründe und muss nicht sein!  

 

Die meisten Menschen sprechen nicht in ihrer naturgegebenen Stimmlage, sondern etwas zu hoch. Die Stimmbänder stehen dadurch schon bei geringer Belastung  unter erhöhter Spannung und werden intensiv beansprucht. Husten und  häufiges Räuspern belasten zusätzlich und bringen letztendlich keine Erleichterung - im Gegenteil! 

 

Wenn dann noch zusätzlich eine besonders hohe Beanspruchung der Stimme kommt, eskaliert die stimmliche Situation. Dies kann bis zum zeitweiligen Ausfall der Stimme führen.

 

 

Dagegen können Sie ganz leicht etwas tun und so gelassen stärkeren stimmlichen Belastungen entgegensehen!

Schon mit wenigen Übungen finden Sie Ihre ganz persönliche und individuelle Stimmlage heraus - die sogenannte "Eigentonlage". In dieser Lage, die bei jedem Menschen so unverwechselbar wie ein "akustischer Fingerabdruck" ist, sprechen Sie ganz mühelos, am gesündesten und am überzeugensten - sie herauszufinden bedarf es meist nur eines sehr kurzen Stimmcoachings.

 

 

Was kann ich sonst noch tun?

Sie können Ihre Stimme noch weiter pflegen im Alltag.  Schon kleine Veränderungen können Abhilfe schaffen und damit stimmlichen Belastungenen auch im Wechsel der Jahreszeiten entgegenwirken.

 

 

  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit

 

Gerade in der kalten Jahreszeit sind die Schleimhäute oft sehr starker Trockenheit durch stark beheitzte Räume ausgesetzt. Daher ist es hilfreich die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu erhöhen. Natürlich sind spezielle Raumbefeuchter gut, aber oft reicht schon eine mit Wasser gefüllte Schale zum Verdampfen auf der Heizung aus. Bei Bedarf können Sie auch etwas Kochsalz oder einige Tropfen spezieller Ätherischer Öle verwenden.


  • Möglichst kein Alkohol und nicht rauchen

 

Durch alkoholische Getränke und Rauch können die Schleimhäute stark gereizt werden wodurch sie ihre Geschmeidigkeit und Elastizität verlieren. Dies hat wiederum Auswirkungen auf ihre Stimmqualität und Gesundheit.

Besonders  vor und nach starken Stimmbelastungen sollten Sie dies vermeiden.

 

 

 

 

 

  • Versorgen Sie Ihre Stimmbänder  mit genügend Feuchtigkeit und halten Sie die Stimmbänder geschmeidig

 

Damit Sie Ihre Stimme mühelos und geschmeidig  einsetzen können benötigen Ihre Stimmbänder viel Feuchtigkeit. Daher sollten Sie möglichst viel trinken. 

Positiver Nebeneffekt  - Sie sorgen damit  gleichzeitig für eine bessere Durchblutung im Gehirn.

 

  Vorsicht mit zu viel Tee

 

Am besten eigenet sich stilles Wasser bei Zimmertemperatur. Vorsicht ist allerdings bei heißen oder kalten Getränken geboten sowie Tee.  Tee kann je nach Dosis auch "austrocknen"- hier sollten Sie entsprechend der Beschwerden gut dosieren.

 

 

Inhalieren

 

Je nach gesundheitlichem Zustand gibt es verschiedene Möglichkeiten der Inhalation. 

Zur Stimmpflege im Allgemeinen sind  besonders  Kaltinhalationen mit einem Vernebler effektiv.

 

Inhalation zur Stimmpflege  - Kaltinhalation mit Kompressorgerät

 

Eine Kaltinhalation mit isotoner Kochsalzlösung eignet sich hervorragend zur Befeuchtung der Stimmbänder und kann auch vorbeugend eingesetzt werden. Dazu benötigen Sie ein Inhalationsgerät zur Vernebelung mit einem Kompressor. Diese gibt es schon ab ca. 30 € im Handel.

Die isotone Kochsalzlösung bekommt man dafür preiswert in verschiedenen Größen in jeder Apotheke.

 

Ebenso gut zur Stimmpflege, aber auch nach starker Stimmbeanspruchung eignet sich für die Kaltinhaltion eine Mischung aus isotoner Kochsalzlösung und Dexpanthenol-Lösung .  Dabei sollte der Anteil der Kochsalzlösung stark überwiegen z.B.  70% isotone Kochsalzlösung und 30% oder weniger Dexpathenol-Lösung (Apotheke).  Diese Mischung legt sich wie ein Balsam über Ihre Stimmbänder sollte aber nicht unmittelbar vor eine Rede oder starken Belastung angewendet werden.

 

Sprechen Sie gegebenfalls mit einem HNO-Facharzt oder besser Phoniater darüber. Ein Phoniater ist ein HNO-Facharzt mit spezieller Ausbildung für den Stimmapperat.

 

 

 

 

  • Räuspern vermeiden -  trinken Sie stattdessen Wasser

 

Sind die Stimmbänder gereizt, braucht man nicht lange darauf zu warten und es stellt sich ein Räusperzwang ein. Diesen sollten Sie nicht unterschätzen! Beim Räuspern knallen die Stimmbänder mit voller Wucht und Kraft aufeinander und dadurch verschlimmert sich eher ihr Zusand - und schafft nur eine vermeintliche Verbesserung.

 

Räuspern ist für die Stimmbänder generell sehr schädlich - auch im gesunden Zustand!

 

Trinken Sie dagegen lieber einige Schluck Wasser (Zimmertemperatur oder lauwarm) und unterdrücken Sie damit den Zwang. Ihre Stimmbänder werden es Ihnen danken in dem sie schneller wieder fit werden.


  • Halten Sie Stimmruhe und flüstern Sie nicht

 

Erstaunlich - aber flüstern wirkt für die Stimme bei Infekten oder nach starken Belastungen nicht entlastend! Im Gegenteil, die Stimmbänder werden in unnatürlicher Weise angespannt, welches die Funktion - je nach Dauer und Vorbelastung - der Stimmbänder  längerfristig beeinträchtigen kann.

 

Halten Sie lieber einige Tage komplette Stimmruhe!

 

Wenn es unbedingt sein muss.... dann reden Sie wenig aber "normal" mit sehr geringer Lautstärke.


Lassen Sie sich beraten!

 

Gerne vereinbaren wir ein persönliches Gespräch.

 

moserexpert

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